{"id":171,"date":"2020-12-13T16:44:55","date_gmt":"2020-12-13T15:44:55","guid":{"rendered":"https:\/\/robert-metzler.com\/?p=171"},"modified":"2022-01-20T20:11:35","modified_gmt":"2022-01-20T19:11:35","slug":"fondue-savoyarde-kaesefondue","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.robert-metzler.com\/?p=171","title":{"rendered":"Fondue Savoyarde &#8211; K\u00e4sefondue"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">K\u00e4sefondue ist besonders sch\u00f6n in der kalten Jahreszeit, und in kleiner aber auch gro\u00dfer Runde ein geselliges Erlebnis. Ohne gro\u00dfen Aufwand und in relativ kurzer Zeit l\u00e4sst es sich wie folgt zubereiten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Geschichte<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das K\u00e4sefondue kommt aus den hohen, schroffen Bergen und tiefen T\u00e4lern der hochalpinen Savoyen und dem Wallis bzw. Rhonetal mit seinen Seitent\u00e4lern. Die Savoyen sind das Gebiet im L\u00e4nderdreieck Frankreich, Schweiz, Italien in den Alpen. &#8222;Haute-Alpes&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Traditionell hatten die Bergbauern im Winter nicht viel. In den Bergen gibt es kein Gem\u00fcse und Fleisch war auch rar und lie\u00df sich h\u00f6chstens als Ger\u00e4uchertes einlagern.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber es gab gut Milch der Bergk\u00fche, und den K\u00e4se daraus, der im Sommer \/ Herbst produziert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Au\u00dferdem Brot und Kartoffeln, die man gut einlagern konnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oder sp\u00e4ter dann zB. sauer eingelegtes, was sich auch gut auf der Bergh\u00fctte einlagern lie\u00df, ohne schlecht zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus dieser Kombination entstanden klassische Bergh\u00fctten Wintergerichte, wie Raclette oder eben K\u00e4sefondue.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Menge<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pro Person ben\u00f6tigt man ca. 250-300 gr. reine K\u00e4semenge. Beim Einkaufen einfach 10% mehr nehmen, da die K\u00e4serinde ja evtl. weggeschnitten werden muss.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zutaten<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Menge Relativ<\/th><th>Beispiel 4 Porsonen \u00e0 250gr<\/th><th>Zutat<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>1\/3 der K\u00e4semenge<\/td><td>330gr<\/td><td>Emmentaler, klassicher Schweizer, aber andere Regionen haben auch guten Emmentaler.<\/td><\/tr><tr><td>1\/3 der K\u00e4semenge<\/td><td>330gr<\/td><td>Deftiger Bergk\u00e4se, klassisch ist Appenzeller<br>Oder anderer deftiger Bergk\u00e4se, sollte mind. 12 Monate gereift sein.<\/td><\/tr><tr><td>1\/3 der K\u00e4semenge<\/td><td>330gr<\/td><td>Je nach Geschmack hat man hier folgende M\u00f6glichkeiten :<br>&#8211; Sehr deftig : Den selben Bergk\u00e4se wie oben<br>&#8211; Klaasische 3 K\u00e4se Mischung : Gruyere<br>&#8211; Weniger deftig : Ein anderer Bergk\u00e4se der 6 Monate oder weniger gereift ist<\/td><\/tr><tr><td>~10%<\/td><td>100gr<\/td><td>Resk\u00e4se \u00d6sterreichisch<br>Das macht die ganze Sache dann richtig heftig. <br>Mir ist das dann zu dominant und ich lasse das normalerweise weg.<\/td><\/tr><tr><td>1\/3 &#8211; 1\/2 der K\u00e4semenge<\/td><td>330gr<\/td><td>Wei\u00dfwein<br>Am Besten eignet sich ein M\u00fcller-Thurgau halbtrocken<br>Riesling geht NICHT, weil sch\u00e4umt !<br>Je mehr Wein, desto d\u00fcnner wird das K\u00e4sefondue. <br>Ich nehme immer 1\/3 von der K\u00e4semenge.<\/td><\/tr><tr><td>1cl pro Portion<\/td><td>4cl<\/td><td>Kirschschnaps \/ Kirschwasser<br>Mehr oder Weniger &#8211; je nach Bedarf<\/td><\/tr><tr><td>1-2 Zehen pro 500gr K\u00e4se<\/td><td>2 Zehen<\/td><td>Knoblauch<br>Wer Knoblauch sehr gerne mag, kann nat\u00fcrlich auch mehr nehmen, \u00fcbert\u00f6nt aber bald den K\u00e4segeschmack.<\/td><\/tr><tr><td>1 geh\u00e4ufter TL pro 500gr K\u00e4se<\/td><td>2 geh\u00e4ufte  TL<\/td><td>Kartoffelst\u00e4rke (Kartoffelmehl)<br>Das bekommt man leider nicht immer \u00fcberall. Maisst\u00e4rke gibt es \u00fcberall, geht auch, ist aber vom Geschmack her nicht so gut passend zum K\u00e4se.<br>Sparsam verwenden !<br>Dient haupts\u00e4chlich zum Verbinden von K\u00e4se und Wein. Zu wenig, dann verbindet es sich nicht. Zu viel und es wird Schlonzig.<br>Je mehr Wein man nimmt, desto mehr Kartoffelst\u00e4rke ben\u00f6tigt man zum Binden.<\/td><\/tr><tr><td>Nach Belieben<\/td><td><\/td><td>Pfeffer<\/td><\/tr><tr><td>Nach Belieben<\/td><td><\/td><td>Muskat<\/td><\/tr><tr><td>~ selbe Menge wie K\u00e4se<\/td><td>2 Stck <\/td><td>Baguett, Brot, Br\u00f6tchen<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Brotw\u00fcrfel<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Klassisch in den Savoien wird franz\u00f6sisches, wei\u00dfes Baguette verwendet. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gehen aber auch andere Brotsorten, oder eine Mischung. Dunkles Baguette oder andere Br\u00f6tchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Schweizer Wallis wird gerne dunkles Roggenbrot genommen, oder Walnussbrot.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Baguette und\/oder Br\u00f6tchen und Brot in mundgerechte W\u00fcrfel schneiden und in einem Korb auf den Tisch stellen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Beilagen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Au\u00dfer den klassischen Zutaten, k\u00f6nnen wir heute auch Beilagen dazu geben \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders gut eignen sich saure Gurken, und auch sonst alles was sauer eingelegt ist. Mixed Pickles sind eine gute Mischung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diverse s\u00fc\u00dfe Fr\u00fcchte sind auch ganz gut dazu. \u00c4pfel, Birnen, Trauben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manche m\u00f6gen auch Pellkartoffel dazu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Trinken : Wein, Bier, Tee<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oder ein Schnaps. Nat\u00fcrlich nur zur Verdauung, ist ja schon Fettig so viel K\u00e4se \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zubeh\u00f6r<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fondue \/ Rechaud<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Besten eines mit Brennpasten-Brenner verwenden. Ein Rechaud mit Kerzen ist f\u00fcr mehr als 1 Portion nicht so gut geeignet, da nicht genug Hitze.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fondue Topf<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr das K\u00e4sefondue gibt es spezielle Steingut T\u00f6pfe, die am Besten geeignet sind. Die hei\u00dfen Caquelon &#8211; Gibts bei Amazon aber selten im lokalen Handel. Zur Not geht auch ein Fleischfondue Topf aus einem Set, ist aber weniger gem\u00fctlich und K\u00e4se brennt unten leichter an.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Metallplatte<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8230; zum verteilen der Hitze : Unter dem Topf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Muss nicht sein, dann verteilt sich die Hitze aber weniger gut und der Steingut-Topf h\u00e4lt eventuell nicht so lange.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fondue Gabeln<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Besten funktionieren die speziellen K\u00e4sefonduegabeln. Diese haben meist 3 Zacken und keine &#8222;Widerhaken&#8220;. Zweizackige Fleischfonduegabeln mit Widerhaken gehen auch, aber da flutscht das Brot leichter runter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Not nimmt man auch eine ganz normale Gabel \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Induktionsherd<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Fonduetopf eignet sich nicht f\u00fcr einen Induktionsherd. Der Steingut Topf gar nicht, und der Fleischfondue Topf normal ebenso wenig. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier einfach einen normalen Topf verwenden und sp\u00e4ter umf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zubereiten<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>K\u00e4se reiben, muss nicht zu fein sein, grob reicht.<\/li><li>Knoblauch in Knoblauchpresse und in den Topf pressen<\/li><li>Wein in den Topf geben<\/li><li>Auf dem Herd erhitzen, auf keinen Fall kochen, muss nicht zu hei\u00df sein an der Stelle<\/li><li>M\u00e4\u00dfige Hitze, sonst brennt der K\u00e4se an.<\/li><li>Geriebenen K\u00e4se nach und nach zugeben und schmelzen, immer sch\u00f6n r\u00fchren.<\/li><li>Es bildet sich eine gut r\u00fchrbare, geschmolzene K\u00e4semasse, die im Wein schwimmt.<\/li><li>Kirschwasser in ein Glas abmessen und Kartoffelst\u00e4rke einr\u00fchren, Kalt bis Zimmertemperatur<\/li><li>Mischung zur geschmolzenen K\u00e4se &#8211; Wein Mischung unter kr\u00e4ftigem r\u00fchren zugeben.<\/li><li>5 min weiter r\u00fchren, nach sp\u00e4testens 10 min sollte sich K\u00e4se und Wein zu einer s\u00e4migen, homogenen Masse verbunden haben.<\/li><li>Falls es sich nicht richtig verbindet, noch etwas Wein oder Schnaps mit weiterer Kartoffelst\u00e4rke mischen und zugeben.<\/li><li>Mit Pfeffer und Muskat vorsichtig vorw\u00fcrzen<\/li><li>Fertig !<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auftischen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Falls man die Masse in einem extra Topf zubereitet hat, dann jetzt in den Steingut bzw. Fondue Topf umf\u00fcllen und auf das Rechaud auf den Tisch stellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu nimmt sich jeder Brotw\u00fcrfel aus dem vorbereiteten Brotkorb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Brotw\u00fcrfel auf die Fonduegabel spie\u00dfen und im Topf im K\u00e4se tr\u00e4nken. Immer sch\u00f6n drehen, damit der K\u00e4se nicht tropft, und Brotst\u00fcck nicht verlieren \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Traditionell wird das Fondue gemeinsam aus einem Topf gegessen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pfeffer- und Muskat-M\u00fchle auf den Tisch stellen, zum gelegentlichen oder individuellen Nachw\u00fcrzen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Nen Guten !<\/h4>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Varianten<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Beschwippster Savoyer<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kirschwasser in ein Glas geben, und mit auf den Tisch stellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Brotst\u00fcck auf Gabel aufspie\u00dfen, kurz im Schnaps tr\u00e4nken und dann in den K\u00e4setopf. Hicks.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00e4sefondue ist besonders sch\u00f6n in der kalten Jahreszeit, und in kleiner aber auch gro\u00dfer Runde ein geselliges Erlebnis. 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